Kleine lippische Geschichte & Münzgeschichte.

Lippe war ein kleiner deutscher Staat mit der Landeshauptstadt Detmold und die Herrschaft der lippischen Herren wurde im 12. Jahrhundert erstmalig beurkundet. Die Herrschaft Lippe wurde 1528 zu einer Reichsgrafschaft erhoben und im Jahre 1789 zum Fürstentum.

Bis zum Jahre 1806 war Lippe ein Territorium im Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis des Heiligen Römischen Reiches, dann von 1806 bis 1813 Teil des Rheinbundes und von 1816 bis 1866 ein Teil des Deutschen Bundes.

Lippe wurde ab 1866 Mitglied im Norddeutschen Bund und war seit 1871 Teil des Deutschen Kaiserreichs. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde Lippe ein Freistaat in der sog. Weimarer Republik. 1947 musste das Land Lippe auf Veranlassung der britischen Besatzer seine jahrhundertealte Selbstständigkeit aufgeben und wurde Teil des Landes Nordrhein-Westfalen NRW.

 

 

Die Regenten des Fürstentums Lippe.

Im Jahre 1789 wurden die bis dahin regierenden Grafen in den Fürstenstand erhoben, dadurch wurde das Land zum Fürstentum. Die vollkommene Machtentfaltung blieb den Fürsten aber durch die geringe Größe des Landes und die sich daraus nur eingeschränkt ergebende Souveränität und durch die starke Stellung der Stände verwehrt. Schon 1836 wurde ein Landtag einberufen und die Macht der Fürsten durch eine Verfassung eingeschränkt. Die Fürsten stammten aus dem hochadligen Haus Lippe, deren erstes Oberhaupt 1123 erwähnt wurde. Die überwiegende Anzahl der Fürsten stammte aus der Linie Lippe - Detmold. Nach starken Erbstreitigkeiten ging die Regentschaft zunächst auf die Linie Schaumburg - Lippe über wobei die Länder Schaumburg-Lippe und Lippe aber nur verbunden und nicht vereinigt waren. Letztendlich ging die Regentschaft auf die Linie Lippe-Biesterfeld über, welche bis dieser Zeit kein eigenes Territorium besaß. Der letzte Fürst dankte in der Novemberrevolution 1918 ab, wohnte aber weiterhin im Detmolder Schloss. Die Nachfahren des letzten lippischen Fürsten nennen sich Prinzen zur Lippe. Heute leben sie im Schloss zu Detmold. Aktuelles Oberhaupt des Hauses ist seit 1987 Armin Prinz zur Lippe - Detmold.

                                                                                 

 

 

Im Hohen Mittelalter war das Prägerecht für Münzen ein Privileg, welches jeder Adlige anstrebte, da das Münzregal ein profitables Hoheitsrecht war. Dieses führte dazu, dass es viele nicht vergleichbare Währungen gab, da der Reinheitsgrad der einzelnen Münzenarten stark variieren konnte. Denn im Mittelalter waren Kurantmünzen üblich, der Kurswert einer fremden Münze wurde anhand des Edelmetallgehaltes ermittelt. Dies wiederum hinderte den überregionalen Handel. Aus diesen zwei Gründen, Handelserleichterung und Machtkonzentration, verstärkte sich die Hinwendung zu nationalen Einheitswährungen.

 

 

Die Münzstätte Blomberg.

In der Stadt Blomberg war die Münzstätte der Edelherren zur Lippe unter Graf Bernhard III. von 1229 bis 1265 und Graf Simon I. von 1275 bis 1344. Erhalten sind Pfennige sog. ‚Sterlinge’, ausgeprägt nach englischem Vorbild unter Graf Simon VII. zwischen 1610 und 1618 mit Talern und Groschen mit lippischem Wappen und unter Paul Alexander Leopold 1821 sowie 1827 bis 1840 Kupfergeld mit lippischem Wappen und Wertzahl.

Medailleur und Münzmeister war der

Mechanikus Strickling, Münzmeisterzeichen  ‚ST.’

 

Die Münzstätte Detmold.

Die Detmolder Münzstätte war von 1598 bis 1811, mit Ausnahme der Jahre 1610 bis 1618, die gräflich-lippische Münzstätte. Ausgeprägt wurden Gold-, Silber- und Kupfermünzen in diversen Werten.

Letzter amtlicher Münzkontrolleur war von 1803 bis 1812 der Goldschmied Siegmann.

 

Die Münzstätte Horn.

Die Stadt Horn war die Münzstätte der Herren zur Lippe unter Graf Simon I. von 1275-1344. Es wurden Pfennige auf Wiedenbrücker Schlag und ausserdem solche nach dem Vorbild der englischen Eduard-Sterlinge hergestellt.

 

Die Münzstätte Lemgo.

In Lemgo war die Münzstätte der Edelherren zur Lippe vom Anfang des 13. bis Mitte des 14. Jahrhunderts.

Zuerst wurden Pfennige auf Paderborner / Brakeler Schlag sowie auf Soester Schlag, dann nach englischem Vorbild die ‚Sterlinge’ geprägt. Desweiteren entstanden unter Graf Bernhard VII. von 1431 bis 1511 in Lemgo Stüber und kleinere Werte mit dem lippischen Wappen. Die Ausmünzung 1528 unter Simon V. erfolgte wohl in Lemgo mit dem ältesten lippischen Taler mit Bildnis und Wappen des Grafen. Letztlich wurde hier von 1812 bis 1825 das lippische Kupfergeld hergestellt.

Medailleure und Münzmeister waren:

Hermannuns filius Heinrici monetarit, um 1295

Johannes monetarius, um 1306

Heynricus dictus monetarius, um 1324

Dietrich von Neuss, um 1497

Trebbe, Kupferschmied, Münzmeisterzeichen ‚T.’

 

Die Münzstätte Berlin.

In der Münze Berlin mit dem Münzstättenzeichen  ‚A’ wurden von 1843 bis 1913 die Reichsmünzen in Gold & Silber, welche auch in Lippe Gültigkeit besaßen, geprägt, unter anderem die 1875 im ganzen Deutschen Kaiserreich eingeführte Goldmark. Die Vorderseite, Avers genannt, konnte von den Mitgliedstaaten des Reiches gestaltet werden. In Lippe prägten sie das Portrait des regierenden Fürsten.

Medailleure und Münzmeister

Christoph Carl Pfeuffer mit dem Monogramm C.P. geb. 1801 in Suhl, † 1861), Medailleur; seit 1821 bei G. Loos in Berlin und ab 1840 an der Berliner Münze

 

 

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