GOLDGESCHICHTE & GOLDGESCHICHTEN !

DIE GESCHICHTE DES GOLDES, SEINER GEWINNUNG  & WERTSCHÄTZUNG !

 

GOLD, entstehend aus dem Indogermanischen ‚ghel’ = gelb, glänzend, schimmernd, blank, ist ein chemisches Element mit der Ordnungszahl 79, aus der Reihe der sog. Edelmetalle. Die Bezeichnung Edelmetall ist darauf zurückzuführen, daß GOLD an der Luft nicht oxidiert und nicht mit Wasser, noch mit leichten Säuren reagiert. GOLD kann nur in einem Gemisch aus konzentrierter Salpeter und Salzsäure gelöst werden, dem sogenannten ‚Königswasser’. Wegen seiner außerordentlichen Zähigkeit kann es sehr gut mechanisch bearbeitet werden, denn aus einem Gramm GOLD kann man mit aktueller Technologie einen 3000 Meter langen Draht ziehen oder es zu einem äußerst dünnem Blatt Gold, dem Blattgold, ausschlagen.

 

Seit einigen Jahrtausenden wird GOLD für Schmuck und in der Form von Goldmünzen als Zahlungsmittel verwendet. Daher gehört es ebenfalls zu den Münzmetallen.

Die Gewinnung von Gold, seit dem Jahr 600 v. Chr. erstmals als geprägtes Zahlungsmittel mit dem ‚Goldstater’ verwendet, wird in der Geschichtsschreibung erstmalig für die ertragreichen Minen der mythischen Königin von Saba erwähnt. In Deutschland begann die Goldgewinnung mit dem Fund von Flussgold, dem sog. Rheingold. Nach einem zeitgenössischen Bericht aus dem 12. Jahrhundert wurde es mit der heute noch geläufigen Goldwäsche-Technik mit Waschpfannen aus dem Fluss herausgewaschen.

 

GOLD zählt zu den frühesten Metallen welches von den Menschen verarbeitet wurde. Dieses liegt zum einen am niedrigen Schmelzpunkt, anders auch an der Tatsache, daß GOLD ebenfalls gediegen, also elementar in der Natur vorkommt und nicht unbedingt aus Erzen chemisch isoliert / geschieden werden muss.

 

Die Ursprünge der Goldgewinnung begannen höchstwahrscheinlich in der Kupferzeit. Denn in Europa, Afrika und Asien war GOLD seit der seiner Entdeckung äußerst begehrt und wurde aufgrund seiner Seltenheit als sehr wertvoll erachtet. Nach einer Legende sollen im 4. Jahrtausend v. Christus ägyptische Arbeiter unter ihrer Feuerstelle einen Brocken Gold entdeckt haben. Aufgrund der Hitze soll im Boden enthaltenes Gold geschmolzen und sich nach der Abkühlung in diesen glänzenden Klumpen verwandelt haben. Eine ähnliche Story wurde aber auch über die Anfänge der Glasherstellung kolportiert. Glaube es, wer glauben mag.  :-)

 

Diverse Kulturen verwendeten das GOLD wegen seines Glanzes und seiner Beständigkeit gegen Umwelteinflüsse vor allem für rituelle Gegenstände. Auch im katholischen Ritus wurden GOLD und auch vergoldete Ritualgegenstände benutzt.

 

Ebenfalls in Süd und Mittelamerika begannen Menschen schon früh mit der Goldgewinnung und Goldverarbeitung. Schon Anfangs des 1. Jahrtausend verfügten die sog. Mochica in Peru über eine weit entwickelte Technik der Goldverarbeitung, welche die Legierungsbildung einschloss. Für wichtige rituelle Zwecke wurden Gegenstände von mehreren Kilogramm Gold hergestellt !!!

 

Seitdem hat sich der Reiz und Faszination des gelben Edelmetalls über die Jahrtausende bewahrt.

Schon bald wurde GOLD von den Menschen auch als Tausch und Werterhaltungsmittel geschätzt. Im Gegensatz zu vielen anderen Gütern war es haltbar, wertbeständig und indem man es einschmolz,  praktisch beliebig teilbar. Es erwies sich so als ideal und durch seinen hohen Wert per Stück war es nicht notwendig, allzuviel davon mit sich herumzutragen, denn es war ein handliches und zudem praktisches Tauschmittel.

 

Um jedoch eine einheitliche Form zu erhalten und den Wert nicht bei jedem Handelsgeschäft neu bestimmen zu müssen, wurde bald die Idee geboren, die Abmaße und dementsprechende  Gewicht der Goldstücke zu vereinheitlichen, hoppla, damit war das Münzgeld geboren !!!

Der vielzitierte ‚Krösus’, König der Lyder, ließ um 650 v. Christus Goldmünzen prägen, welche dann offizielles Zahlungsmittel wurden. Diese neuen, kleinen Tauschgegenstände, verbreiteten sich sobald im gesamten Kulturkreis der damaligen griechischen Welt und der angrenzenden Gebiete. Somit war ein neues Zeitalter angebrochen, nämlich das des ‚Midas’, welcher alles in GOLD verwandelte, dieses leider auch zu seiner Frustration.

 

Vom Mittelalter bis zur Neuzeit war GOLD ebenfalls gesucht & nachgefragt !!!

 

Im ersten Teil unserer Geschichte des Goldes wurde beschrieben, wie Gold aufgrund seiner spezifischen  Eigenschaften in fast allen Hochkulturen weltweit schon sehr früh verarbeitet werden konnte und wie die Menschen aufgrund der Wertschätzung, welche dem Gold überall entgegengebracht wurde, dieses auch schon sehr bald als Tausch und Wertaufbewahrungsmittel verwendeten. Durch die Vereinheitlichung von Abmessungen und Gewicht der Goldstücke begann das Zeitalter des Münzgeldes.

 

Der Siegeszug der Münze war dann nicht mehr aufzuhalten und auch das Römische Reich verwendete diese ‚Münzen’. Kaiser Konstantin der Grosse führte um 312 den sog. ‚Solidus’ ein, dessen Wert 4,55g Gold entsprach, dieser war schon sehr solide. Im oströmischen Reich wurde diese Münze während 12 Jahrhunderten benutzt und bis zum beginnenden 12. Jahrhundert war der ‚Solidus’ sozusagen die ‚Leitwährung’ Europas und des mediterranen Raumes, das Wort ‚Sold’ und die daraus entstehenden Worte Söldner und Soldat gehen außerdem auf den ‚Solidus’ zurück.

Dieses für die Münzenherstellung benötigte Gold förderten die Römer in den Provinzen Germanien, Rumänien, Kleinasien, klein waren sie schon  ;-) ,und Spanien !!!

           

Im sogenannten Mittelalter versuchten unsere Alchemisten immer wieder, aus anderen Metallen GOLD herzustellen, leider ein mühseliges Unterfangen, welches nicht gelang. Aber zeigen diese Versuche, daß diese Wertschätzung, sicher auch die Gier nach Gold, dennoch nicht nachliess. Das GOLD behielt auch im Mittelalter seine Geldfunktion, parallel zu den anderen Münzmetallen Silber und Kupfer. Es wurde bspw. im Jahre 1284 der ‚Dukat’ eingeführt, welcher über lange Zeit das Tauschmittel der italienischen Republik Venedig war. Die Alchemie, auch Alchimie genannt, oder aus dem arabischen kommend, als ‚Alchymie’ bezeichnet, begann um 200 nach Christus im griechischsprachigen Raum zur Beschäftigung mit der Natur chemischer Stoffe zu werden. Da diese wichtigen metallurgischen Techniken zu jener Zeit bereits gut entwickelt waren, ist die Alchemie als ein Part der Metallurgie anzusehen. Diese sogenannte ‚Vier-Elemente-Lehre’ des Empedokles wie Feuer, Wasser, Erde und Luft, dito die aristotelische Theorie des ‚Hylemorphismus’, der möglichen Stoffumwandlung durch Entzug unedler Eigenschaften, gründeten in die Suche nach dem ‚Stein der Weisen’, dessen Besitz die Umwandlung unedler Metalle in Gold gewährleisten sollte.

Das Edelmetall ‚Gold’ war den Landesherren & Fürsten des ausgehenden Mittelalters und auch zu Beginn der neueren Zeit wichtig, da es Kriegskassen füllte, welche der Machterweiterung & Machtfestigung dienten. Ein historisch bekannteste Nebenprodukt alchimistischer Bestrebungen war kein neues Edelmetall, sonders im Jahre 1708 die europäische Erfindung des Porzellans, welches den Chinesen bereits seit 700 n. Chr. bekannt war, durch Böttger, diesem ursprünglich als Goldmacher beigeordnetem Gehilfen des Alchemisten von Tschiernhaus. Doch schon im 16. Jahrhundert leitete Paracelsus, im 17. Jahrhundert R. Boyle  und im 18. Jhd. A. L. de Lavoisier  die sog. Alchemie in die wissenschaftliche Chemie hinüber, welche von dort an in der Entwicklungsgeschichte der Metallurgie eine Bedeutung gewinnt.

 

In Europa gab es nur sehr wenige Goldminen, daher war Gold im Mittelalter sehr knapp und entsprechend wertvoll. Es war so wertvoll, daß die Goldfunde in Mittel- und Südamerika, welche den Fahrten Kolumbus folgten, Scharen von europäischen, insbesonders spanischen Eroberern, anlockte, welche dort einheimische Ethnien vernichteten und das Gold in Schiffen nach Europa brachten. Spanien wurde dadurch vorübergehend zur reichsten & arrogantesten Nation Europas.

 

Auch lockten große Goldfunde  Mengen von Abenteurern an und im 19. Jahrhundert kam es auf diversen Kontinenten zu Massenwanderungen in die Fundgebiete größerer Goldmengen. ‚Goldrausch’ nannte man diese Bewegung. Diverse Beispiele dafür sind der kalifornische Goldrausch um 1849, auch der Goldrausch am Klondike River in Alaska im Jahre 1897 und andere Begebenheiten in Australien & Südafrika.

 

Und hier die Geschichte des Goldstandards und dessen Endes.

 

Das Gewicht der damaligen Münzen aus Gold und Silber war ein Nachteil, der sich vor allem beim Transport von größeren Summen über weitere Entfernungen bemerkbar machte. Ein anderer Nachteil waren die immer wieder auftretenden Versuche, den Edelmetallgehalt der Münzen zu strecken, was natürlich der Geldwertstabilität schadete.

 

Im späten Mittelalter gab es daher bereits Versuche, mit einem sogenannten ‚Goldhinterlegungs-Standard’. Auch zu dieser Zeit waren Goldmünzen die Währung mit dem höchsten Nennwert. Die Goldschmiede wurden beauftragt, die Reinheit / Feingehalt und die Echtheit der Münzen zu prüfen, dazu besaßen sie stabile Kassetten, in welchen sie das Gold vor Dieben & Plünderern sicher bewahren konnten. Auch privates Gold wurde ihnen daher oft zur Aufbewahrung anvertraut, die Goldschmiede händigten für die Münzen Quittungen aus, welche man später wieder gegen die Münzen umtauschen konnte.

 

Aber im Laufe der Zeit wurde es für bequem und sicher befunden, den Handel nur noch mit solchen ‚Schuldscheinen’ vorzunehmen und auf diese Weise wurden die Quittungen des Goldschmiedes zu einem Pfand des Versprechens zu zahlen. Dadurch übten die Goldschmiede die Funktion einer Bank aus und solche Quittungen entsprachen einer 100% gedeckten Währung.

 

Dieser eigentliche ‚Hinterlegungs-Standard’ wurde im 17. Jahrhundert, ausgehend von den Girobanken in Venedig, Genua, Nürnberg, Hamburg & Amsterdam, eingeführt, dieser allerdings basierte damals auf Silber !!!

 

Auch im 19. Jahrhundert gab es in Deutschland  weit über 30 private, sogenannte ‚Zettelbanken’, welche alle Gutscheine ausgaben.

 

Die erste Zentralbank mit strengen Regeln für die Golddeckung der umlaufenden Banknoten war die ‚Bank von England’, welche den ruinösen Wettbewerb überlebte und welcher 1844 für die Banknotenausgabe eine strenge Grenze auferlegt wurde. Diese durfte maximal für 14 Millionen Pfund Banknoten ungedeckt ausgeben, jede weitere Pfundnote durfte nur bei einem dementsprechenden Ankauf von Gold ausgegeben werden.

 

Es entstand der klassische ‚Goldstandard’ als erstes international anerkanntes Währungssystem mit Papiergeld auf Goldbasis, bei welchem die Notenbanken mehr Gutscheine, dass heißt Geld, ausgeben durften, als diese in Wirklichkeit in Form von Gold vorrätig hatten, die sog. partielle Golddeckung.

 

Eine hundertprozentige Deckung durch Gold, wie beim Goldhinterlegungs-Standard, gab es nicht mehr, dafür wurde eine Mindestdeckung eingeführt. Gold spielte somit ab diesem Zeitpunkt nur noch die Rolle eines Regulativs, da nicht über die offiziell erlaubte Deckungsgrenze ausgeliehen werden konnte.

 

Bei der Fixierung der Parität soll Sir Isaac Newton 1707 ein folgenschwerer Fehler unterlaufen sein, denn der Gold-Silber-Wechselkurs wurde falsch berechnet, welcher zur Folge hatte, dass nicht Silber, sondern Gold zum Standard aufstieg!

 

Da England um 1800 eine führende Welthandelsnation war, avancierte der Goldstandard mit einer Unterbrechung zwischen 1802-1815, dem Krieg zwischen Frankreich und England, bald zum Weltwährungssystem.

 

Italien, Frankreich, die Schweiz und andere europäische Länder begründeten 1865 in Paris einen Münzbund, welcher als „Lateinische Münzunion“ bezeichnet wurde. Griechenland trat ebenfalls später der Münzunion bei und viele andere Länder übernahmen die Regeln und Vorschriften dieser Gemeinschaft. Das Ziel war es, einen gemeinsamen Münzumlauf zu schaffen, welcher Wechselkursschwankungen beseitigte und langfristig eine mit Edelmetall gedeckte Weltwährung, auf der Basis des Frankens, zu errichten. Damals gab es also schon eine Einheitswährung in Kontinentaleuropa, wie wir sie heute mit dem EURO kennen.

 

Das System des Goldstandards bewährte sich während langer Zeit und wurde erst im 20. Jahrhundert aufgrund von Kriegen und Wirtschafts-Krisen nach und nach durch unser heutiges System des ungedeckten  sog. Fiat-Geldes abgelöst. Heutzutage gibt es weltweit leider keine gold oder silbergedeckte Währung mehr.

 

Die Geschichte des Goldstandards im 20. Jahrhundert.

 

40 Jahre lang bis zum 1. Weltkrieg waren die wichtigen Währungen der damaligen Welt mit Gold gedeckt, es war die Blütezeit des klassischen Goldstandards. Während dieser Zeit konnte der Goldstandard Preisstabilität und damit ein hohes wirtschaftliches Wachstum gewährleisten. Aussenhandelsbilanzen fast aller Länder mit Goldstandards waren ausgeglichen, da der Goldstandard einen sog. ‚wirtschaftlichen Regelkreis’ darstellte. Hatte ein Land ein Handelsbilanzdefizit, führte das zu Goldabflüssen und das Land musste die Geldmenge reduzieren, was zu einem deflationären Impuls und längerfristig zu einem Abbau des Handelsbilanzdefizits führte. Auf diese Weise konnten sich wirtschaftliche Ungleichgewichte nie über eine längere Zeit aufstauen und das System war durch die Selbstregulierung sehr stabil. ‚Blasenbildungen’ und Vertrauensverlust in die Währung waren dadurch selten. Durch den 1. Weltkrieg wurde diesem System in vielen Ländern ein Ende gesetzt und unser 20. Jahrhundert wurde zum Jahrhundert der Hyperinflation und Papiergeldentwertung. Die grossen Rüstungsaufwendungen wirkten inflationär und die späteren Reparationszahlungen Deutschlands an die Siegermächte führten in Deutschland zu einer zusätzlichen starken Währungsabwertung. Schon 1923 war dadurch Deutschland zu einer Währungsreform gezwungen, 1924 wurde dann in Deutschland ebenfalls der Goldstandard wieder eingeführt.

 

Wer seine Ersparnisse in Gold angelegt hatte, konnte sich über die Erhaltung der Kaufkraft erfreuen, die Papiergeldbesitzer hingegen konnten ihr altes Papiergeld als Erinnerung mit ideellem Wert aufbewahren.

 

Nach einem kurzen Intermezzo des Goldstandards zwischen den beiden Weltkriegen führte eine expansive Geldpolitik wieder zu einem Erstarken der Inflation. In Deutschland erwirkten die Nationalsozialisten durch ihre expansive und stark auf Rüstung ausgerichtete Politik einen weiteren Anstieg der Teuerung, welches auch den Aussenwert der deutschen Währung sinken ließ, dieses beispielsweise gegenüber dem Dollar, allerdings stärker war der Verlust gegenüber Gold, welches den Anstieg der Konsumgüterpreise kompensierte.

 

Im Vertrag von Bretton Woods wurde dann das Währungssystem der Nachkriegszeit beschlossen. Der US-Dollar  sollte von da an als Leitwährung dienen, dieser wiederum war an das Gold gebunden, ca. 35 USD entsprachen einer Unze Gold. Dieses System beinhaltete feste Wechselkurse.

 

Aber die USA hielten sich nicht strikt an das System, welches die aufkommenden Handelsbilanzdefizite nicht durch eine restriktivere Wirtschaftspolitik verkleinern wollten. Einige Länder, insbesonders Frankreich und Deutschland tauschten daher den Dollar zu den festgesetzten Kursen in Gold um, welches im Gegensatz zu den Papierdollars nicht beliebig vermehrt werden konnte und es kam daher zu grossen Goldabflüssen aus den USA. Letztendlich reichten die US-Amerikanischen Goldreserven nicht mehr aus, um die Auslandverschuldung zu decken und 1971 wurde die Goldeinlösungspflicht von den USA einseitig gekündigt, was zwei Jahre später zu einer faktischen Aufgabe des Bretton Woods-Systems mit festen Wechselkursen führte.

 

In der Abfolge wurden die 70er Jahre zum Jahrzehnt der Inflation und zusammen mit den Ölpreisen stieg der Goldpreis rasant an. In den wirtschaftlich schwierigen Jahren zwischen den beiden Ölpreisschocks der 70er Jahre konnte der Goldpreis über 50% pro Jahr zulegen und erreichte nach einem jahrelangen bullischen Markt bis 1980 Preise deutlich über 600 USD/Unze und in der Spitze gar über 800 USD/Unze.

 

Bis Ende des 20. Jahrhunderts gingen die Goldpreise in Folge der abnehmenden Inflationsbefürchtungen tendenziell wieder zurück, blieben allerdings deutlich höher als zu Zeiten des  alten Bretton Woods System. Erst in den letzten Jahren zog der Goldpreis wieder sehr stark an und notiert heute mit Höchstpreisen. Die Geschichte des Goldstandards im 20. Jahrhundert wurde schon im Jahre 1971 abgeschlossen, damals fing die bis heute andauernde und von zahlreichen wirtschaftlichen Verwerfungen geprägte Epoche des so genannten Fiat-Geldes an, also Geld, welches nicht mehr gedeckt sein muss und daher von den Zentralbanken nach Belieben herausgegeben werden kann

 

Die früheren Goldschmelzen der Schweizer Banken gehören im globalen Geschäft mit Gold zu den grossen Akteuren. Vier Raffinerien schmelzen frisch geschürftes Gold oder Altgold/Bruchgold ein, lösen Verunreinigungen heraus und giessen es in hochgradig reine Barren oder Münzen um, dieses sind Argor-Heraeus in Mendrisio, Metalor in Neuenburg, Pamp in Castel San Pietro und Valcambi in Balerna.

Der Marktanteil der Schweiz am Goldraffinerie-Markt ist damit grösser als  jener der sog. Goldnationen Australien und Südafrika. Die Schmelzanstalt Argor-Heraeus verarbeitet jedes Jahr über 400 Tonnen Gold und gehört damit zu den international grössten Goldschmelzen.

Diese grosse Konzentration von Goldschmelzen und ihre geografische Lage sind geschichtlich bedingt. Die westschweizer Uhrenindustrie entwickelte sich früh zum Abnehmer von legiertem Gold, ebenso die Schmuckindustrie in Norditalien um Vincenza. Ausserdem unterhielten einige Grossbanken bis vor einigen Jahren eigene

Edelmetall-Raffinerien. Metalor gehörte dem Bankverein, Argor-Heraeus der UBS und Valcambi der Credit Suisse. Heutzutage sind die Banken dort nur noch Kunden. Argor-Heraeus ist eine selbstständige Firma, Metalor gehört der französischen Investmentgesellschaft Astorg Partners. Valcambi wurde 2003 von der amerikanischen Newmont Mining übernommen, einem der grössten Goldförderer der Welt.

 

 

Schon während des Ersten Weltkriegs und in den folgenden Jahren mussten die großen, auf Grund der Kriegsführung überschuldeten Wirtschaftsnationen, den Goldstandard ihrer Währung, also die Garantie, Papiergeld jederzeit in Gold umzutauschen, aufgeben. Lediglich die USA verpflichteten sich nach dem Zweiten Weltkrieg, Papierdollar jederzeit in Gold zu tauschen, haben diese Garantie aber 1971 wieder aufgeben. Es kursierten, von Sonderprägungen wie dem Krügerrand abgesehen, keine Goldmünzen mehr. In einigen Ländern,unter anderem in der Schweiz, waren noch Silbermünzen im Umlauf, diese wurden aber lange vor dem Ende des 20. Jahrhunderts eingezogen. Unbeständiges Papiergeld und Münzen aus Nickel und Kupfer traten an die Stelle von Gold und Silber, gemäß dem volkswirtschaftlichen Axiom, dem ‚Greshamschen Gesetz’  =  ‚Schlechtes Geld verdrängt das gute Geld.’

 

Nicht nur geblieben, sondern stark gestiegen ist dagegen das Hortungsbedürfnis der Staaten und vor allem der privaten Anleger. Hinzu kommt eine wachsende Nachfrage nach Edelmetallen für zum Teil ganz neue industrielle Produktionen. Beides wiederum sichert den Betrieb der Goldbergwerke und die hüttenmäßige Weiterverarbeitung. Zwei Drittel davon werden zu Schmuck verarbeitet, der nach den Methoden klassischer Halbzeugfertigung, dem Blockguss und Verwalzen, hergestellt wird. Mittlerweile über 10 % gehen in Sonderprägungen von Münzmetallen ein, wozu die Rohlinge aus den auf entsprechende Stärke gewalzten Goldblechen zu Ronden erst ausgestanzt und anschließend mit Stempeln und Matrizen unter grossem Druck geprägt werden. Mehrere hundert Tonnen werden in der Elektroindustrie, in der Glasbeschichtung und der Dentaltechnik verarbeitet. Mittlerweile werden grosse Mengen GOLD aus dem Recycling und der Wiedergewinnung von Elektroschrott, Zahngold, Dentalgold, Altgold, Bruchgold, Goldschmuck, Industrieabfälle und sogar aus Klärschlämmen gewonnen.

 

Zu den im 21. Jahrhundert in der elektronischen Kommunikation wie ‚Handy’, und PC metallurgisch zunehmend genutzten Edelmetallen gehören nicht nur die seit dem 19. Jahrhundert bekannten Elemente Platin und Palladium, sondern die gesamte Gruppe der Platinmetalle, einschließlich des in der Frühzeit der Glühbirne für Glühfäden bedeutenden Osmiums und auch des Iridiums. Neueren Meldungen zufolge, gibt es für alle Platinmetalle ergiebige Vorkommen im sibirischen Jenissei-Gebiet, in dem aus tektonischen Gründen fast alle zukunftsträchtigen Rohstoffe sozusagen ‚gebündelt’ zu finden sind. Die gleichen Quellen sagen dies erstmals auch der Nordpolarregion nach. Bei über 4000 m Meerestiefe ist die Problematik der Ausbeutung nicht wesentlich geringer als die der längst bekannten unterseeischen Manganknollen. Demgegenüber steht ein Produktionsdefizit bei Platin, das auf den Bedarf für Automobilkatalysatoren, aber auch für Schmuck zurückgeführt wird. Das ebenfalls für Katalysatoren genutzte, zur Gruppe der Platinmetalle gehörende Rhodium wird daher zunehmend nachgefragt.

 

Heutige Goldminen werden selbst bei Gehalten von nur wenigen Gramm Gold je Tonne abgebauten Materials als ausbeutungswürdig angesehen. Südafrika erzielt im Grubenabbau, mit Sohlentiefen von  900 bis 4000 m, bis zu 20 g Gold pro Tonne Gestein.

 

Schmelzanstalten & Scheideanstalten sind sehr vielseitig im Recycling von Edelmetallen. Marktbedürfnissen folgend, trennen sie edelmetallhaltige Stoffe, gleich ob flüssig oder fest, in ihre einzelnen Bestandteile. Galvanische Goldüberzüge aus Edelmetall, wie sie für die Aufwertung von dekorativen Gegenständen, aber durchaus häufiger für Kontakte elektronischer Geräte erforderlich sind, führen zu aufarbeitungswürdigen Goldschlämmen. Wirtschaftlich sehr bedeutend ist die Rückgewinnung von Platin und die Trennung des Goldes von begleitendem Silber. Diese im Scheideprozess anfallenden reinen Metalle verarbeitet die Scheideanstalt entweder selbst zu Zwischen- und Endprodukten, von Schmuckrohlingen bis zu Goldloten, oder verkaufen diese an spezialisierte Verbraucher. Grosse Banken kaufen Feingoldbarren mit 24 Karat Feingold und bieten sie als Werterhaltungsmittel an. 

Legierte Barren und Halbzeuge als Ketten, Drähte, Bleche und Bänder, werden von der Schmuckindustrie verlangt, meist als 14-karätiges Gold mit 58,5 % Goldgehalt oder sogar 18-karätiges Gold mit 75 % Goldgehalt. In Indien und arabischen Staaten wird Gold sogar 22-karätig mit 91,6 % Goldgehalt verarbeitet.

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