GOLDPREIS, GOLDWERT & die Wertschätzung als EDELMETALL !

Das Zustandekommen des Goldpreises & der internationale Goldmarkt.

Der Goldpreis entsteht aus dem Zusammenspiel grundlegender Marktdaten wie Angebot und Nachfrage nach Gold, wird aber auch von Emotionen und eher kurzfristigen Spekulationen sowie Ereignissen & auch von langfristigen Erwartungen beeinflusst. Weitere Faktoren, welche auf den Goldpreis Einfluss nehmen, sind auch immer der Ölpreis und der aktuelle Kurs des US-Dollar, da das Edelmetall Gold noch vorwiegend in dieser Währung gehandelt wird. Dieses wird in Zukunft sicher nur noch ein historisches Relikt aus der Zeit der US-amerikanischen Vormachtstellung der Nachkriegszeit sein.

Die Goldnachfrage und damit auch das Goldangebot ändern sich häufig. Daher ist der Goldpreis sehr volatil, das heisst, dieser schwankt auch innerhalb kurzer Zeiträume sehr stark. Der Goldpreis wird in US-Dollar gehandelt, da Gold oft als Gegenpol zum US-Dollar herangezogen wird. Der Goldpreis ist zum Dollarpreis umgekehrt proportional. Fällt also der Dollarkurs, steigt in der Regel der Goldkurs. In letzter Zeit wurde diese ‚Goldene Regel’ aber mehrfach außer Kraft gesetzt.

Der Goldpreis kann aber von Marktteilnehmern mit großen Goldreserven, wie etwa Zentralbanken und Goldminengesellschaften, erheblich beeinflusst werden. Soll der Goldpreis sinken, so wird Gold verliehen, um Leerverkäufe zu provozieren, beziehungsweise verkauft, oder aber die Goldproduktion wird gesteigert. Soll der Goldpreis steigen, so kaufen die Zentralbanken Gold auf oder die Goldproduktion der Minengesellschaften wird gedrosselt.

Allerdings haben hier die Zentralbanken welche Gold besitzen auch nur eingeschränkte Möglichkeiten, da der gesamte Goldbesitz aller Zentralbanken Ende des Jahres 2009 nur 16,2 Prozent  und damit ca. 27.000 Tonnen der weltweit vorhandenen Goldmenge umfasste. Die gesamte, jemals geförderte Goldmenge wurde 2009 auf etwa 165.000 Tonnen, umgerechnet 5,3 Milliarden Feinunzen zu je 31,1 Gramm, geschätzt. Dieses entspricht einem theoretischen Marktwert von zurzeit 9.800 Milliarden US-Dollar. Zugrunde gelegt wurde ein Preis von 1.848 US-Dollar pro Feinunze, damit der Goldpreis vom 19. August 2011. Zum Vergleich: Der Börsenwert aller Anleihen beträgt weltweit 91.000 Milliarden US-Dollar. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt lag im Jahr 2009 nach Angaben des IWF bei 58.000 Milliarden US-Dollar.

Der Anteil der internationalen Goldreserven an den gesamten Währungsreserven ist in den letzten drei Jahrzehnten durch Goldverkäufe und eine geringere Bedeutung für die Währungssicherung von 60 Prozent 1980 auf einen Tiefststand von 8,6 Prozent im März 2005 zurückgegangen. Im September 2010 lag der Goldanteil dann aber bei 10,1 Prozent.

Die Goldnachfrage und damit auch der Goldpreis sinkt in Kriegszeiten. Der Hunger und die Verarmung der Bevölkerung führen zu verstärktem Goldverkauf. Daher wird Gold oft als langfristige Wertanlage angesehen. Das gilt insbesonders bei Krisen jedweder Art, was dafür gehalten wird und in Zeiten von Hyperinflation. Sollten Immobilienwerte, Aktien & Fonds verfallen, steigt der Goldpreis. Geld wird in diesen Krisenzeiten weniger wert, da es von den nationalen Zentralbanken verstärkt produziert wird, um damit die Wirtschaft zu beleben. Das Edelmetall Gold ist dagegen nicht künstlich zu erzeugen und wird damit zu einer eigenen Währung, basierend auf dem globalen Glauben aller Marktteilnehmer. Der Goldpreis löst sich von Angebot und Nachfrage und ist damit ein Sinnbild des vermehrten Misstrauens in die Regierungen und das Papiergeld.

Steigender Einfluss auf den Goldpreis geht heute von diversen Finanzderivaten aus wie Futures, Swaps & Optionen. Aufgrund von Arbitrage-Geschäften, bei welchen Edelmetallhändler Preis-Differenzen an verschiedenen Finanzplätzen zur Gewinnerzielung nutzen, haben diese Gold-Termingeschäfte unmittelbaren Einfluss auf den Preis für Gold zur sofortigen Lieferung. In den USA bestand 2010/11 auf dem Warenterminmarkt eine starke Konzentration von Handelsverträgen, sog. Kontrakte, in den Bilanzen weniger amerikanischer Grossbanken. Auf dem Silbermarkt, wo ähnliche Marktstrukturen herrschen, wurde im Oktober 2010 eine Klage gegen JP Morgan Chase & Co. sowie gegen die US-Niederlassung des britischen Bankhauses HSBC wegen wahrscheinlicher Manipulation des Silberpreises erhoben.

Im Goldhandel an Rohstoffbörsen wurde „XAU“ als eigenes Währungskürzel vergeben. Es bezeichnet den Preis einer Feinunze Gold. Edelmetalle wie etwa Gold, Silber & Platin werden am London Bullion Market, der New Yorker Comex oder der Tokyo Commodity Exchange gehandelt.

Am Spotmarkt werden Preise für die sofortige physische Lieferung von Edelmetallen gehandelt, während an den Future- und Optionsmärkten Preise für Lieferungen in der Zukunft festgesetzt werden. Der Spotpreis als auch der Futurepreis entwickeln sich in der Regel parallel. Die wichtigsten Handelsplätze für Gold-Futures und Gold-Optionen sind New York und Tokio. Der physische Handel mit Goldbarren & Goldunzen findet hauptsächlich in Zürich, London und Hongkong statt.

Der London Bullion Market ist das Zentrum des physischen Handels mit Goldbarren, welcher außerbörslicher Handel, englisch ‚Over-The-Counter’ = OTC genannt wird. Zu den Kunden zählen hauptsächlich institutionelle Investoren. Zum Handel sind nur Barren & Unzen von Affinerien und Münzprägeanstalten zugelassen, welche bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllen. Das internationale Gütesiegel „good-delivery“, zu deutsch „in guter Auslieferung“, garantiert die geprägten Merkmale wie Goldgehalt und Goldgewicht. Goldbarren mit ‚Good-Delivery-Status’ werden weltweit akzeptiert und gehandelt, daher sind diese Goldbarren & 1-Unze Goldmünzen wie Krügerrand, Maple Leaf & Gold Eagle die ideale Form der Kapitalanlage in Gold. Bei diesen Goldstücken ist der mögliche Verlust zwischen Goldankauf & Goldverkauf am geringsten.

Die Goldbörsen & das Goldfixing.

Schon im Jahre 1918 wurde die Chinese Gold and Silver Exchange Society (CGSE) als erste Börse in Hongkong gesetzlich eingetragen. Als „Gold and Silver Exchange Company“ handelte sie bereits seit dem Jahre 1910 mit physischem Gold. Im Jahre 1974 begann an der New York Commodities Exchange (COMEX), der weltweit größten Goldbörse, dann der Handel mit Gold-Futures.

Schon seit dem 17. Jhd wird am London Bullion Market der Goldpreis bestimmt. Ab dem 12. September 1919 trafen sich um 10:30 Uhr Ortszeit Goldhändler in einer Rothschild-Bank in London, um den täglichen Goldpreis formal zu fixieren. Gründungsmitglieder waren N M Rothschild & Sons, Mocatta & Goldsmid, Samuel Montagu & Co., Pixley & Abell sowie Sharps & Wilkins. Seit 1968 gibt es ein weiteres tägliches Treffen in London um 15:00 Uhr Ortszeit um den Goldpreis zur Öffnungszeit der US-Börsen nochmals festzulegen. 2004 zog sich Rothschild & Sons, schon im 19. Jahrhundert mit eigenen Edelmetall-Affinerien vertreten, vom Goldhandel und dem Goldfixing zurück. Ab 2004 findet die Sitzung, die früher dauerhaft von Rothschild geleitet wurde, unter jährlich rotierendem Vorsitz in der Barclays Bank statt.

Aber auch Manipulationen gehören zum Geschäft mit Gold.

Wohlmöglich in den Bereich der Spekulation gehört das Gerücht, dass die US-Notenbank  in Zusammenarbeit mit anderen Kreditinstituten den Goldpreis manipuliert. Nach dieser Theorie ist ein niedriger Goldpreis von der US-Regierung gewollt, da dieses das Vertrauen in die Papierwährung US-Dollar stärkt. Ein hoher Goldpreis soll die Schwäche der Geldwährung spiegeln.

Einige geldpolitische Gründe sprechen für eine Goldpreisdrückung der US-Notenbank. Ein steigender Goldpreis ist Ausdruck einer inflationären Entwicklung, wobei die Bevölkerung die Erwartung hat, dass Papiergeld kontinuierlich weniger Wert wird. Zudem führt ein fallender Goldpreis zu sinkenden Zinsen. Er vermindert die Attraktivität von Goldanlagen im Vergleich zu Anlagen in festverzinslichen Wertpapieren. Schließlich stärkt ein rückläufiger Goldpreis den US-Dollar, der neben Gold für ausländische Zentralbanken noch die Reservewährung Nummer eins ist. Die USA haben weniger Probleme ihr Haushalts- und Leistungsbilanzdefizit zu finanzieren, wenn ausländische Notenbanken keine attraktive Alternative zum Dollar haben. Dies ändert sich aber zunehmend, da auch der Euro, Yen & Schweizer Franken zunehmend an Attraktivität gewinnen.

Doch andere Gründe wiederum sprechen gegen eine Intervention der US-Notenbank, denn der größte Mitspieler auf dem Goldmarkt ist die Schmuckindustrie, welche 2010 einen Anteil von 54 Prozent an der weltweiten Goldnachfrage hatte.Die größten Goldbestände jedoch befinden sich in privater Hand. Es wird geschätzt, daß sich alleine in Indien über 20.000 Tonnen Gold in Privatbesitz befinden. Das gilt für Indien auch für das Edelmetall Silber welches traditionell das Gold des kleinen Mannes ist. Der Goldpreis spiegelt somit ein sehr komplexes Marktgeschehen wieder. Da die US-Notenbank angeblich selbst die mit Abstand größten öffentlichen Goldreserven der Erde besitzt, hat die US-Regierung eher ein Interesse an einem möglichst hohen Goldpreis. Schließlich würden durch einen rückläufigen Goldpreis ihre eigenen Bestände abgewertet.

Schon seit Jahren vermuten Marktteilnehmer, dass die Gold- und Silberpreise durch große Shortpsitionen gedrückt werden. Am Goldmarkt gibt es schon seit 1993 auffällige Kursauffälligkeiten. Der häufigste Zeitpunkt ist die Eröffnung der Rohstoffbörse NYMEX in New York um 14:20 Uhr MEZ und das Nachmittagsfixing in London um 16:00 Uhr MEZ. Zu dieser Zeit kommt es oft innerhalb weniger Minuten zu Kurseinbrüchen beim Goldpreis und zu starken Preisbewegungen an anderen Märkten.Eine Interessengemeinschaft von US-Regierung, FED, Goldhandelsbanken, den Bullion Banks, und IWF soll für die Goldpreisdrückung verantwortlich sein. Einige Kritiker sprechen in diesem Zusammenhang auch vom sogenannten Goldkartell. Die CFTC, eine unabhängige Behörde der Vereinigten Staaten zur Regulierung der Future- und Optionsmärkte in den USA bestätigte, dass es Manipulationen am Silbermarkt gegeben habe. 2010 sagte CFTC-Kommissar Chilton: „Es hat betrügerische Versuche gegeben, den Preis zu bewegen und auf unaufrichtige Weise zu kontrollieren.“

Anlegen in Gold & anderen Edelmetallen.

Eine Investition in Gold kann durch den physischen Kauf und den Wertpapierhandel erfolgen. Der Erwerb von Goldbarren und Anlagemünzen ist bei Banken, Edelmetallhandel und Münzhändlern möglich. Bei der Lagerung in einem Schließfach der Bank fallen Miet- und Versicherungskosten an. Der Kauf von Goldbarren, wie auch Goldmünzen ist im Gegensatz zu Barren und Münzen aus Silber, Platin sowie Palladium in Deutschland von der Umsatzsteuer befreit, sofern die Goldbarren und Goldmünzen als Anlagegold nach § 25c Abs. 2 Umsatzsteuergesetz qualifiziert sind.

Anleger können direkt über die Börse oder den Broker Fonds, Zertifikate oder Exchange-traded funds (ETFs) investieren. Hier fällt die physische Lieferung direkt an den Käufer weg, die Lagerung wird von den ETFs gewährleistet.

Aber auch Aktien der Goldminengesellschaften haben die Aussicht auf eine höhere Rendite in Form von Kurssteigerungen und Dividenden als bei der Geldanlage in das physische Edelmetall. Diese Investitionen tragen aber auch höhere Risiken, wie etwa Produktionsausfälle, Streiks, politische Faktoren sowie ein möglicher Konkurs. Aktien der Goldminengesellschaften bieten sich wie fast alle Aktien auch bei einer drohenden Inflation an, da sie einen Anteil am Sachkapital der Gesellschaft verbriefen, d.h. der Aktionär besitzt einen Anteil des sich noch im Boden befindlichen Goldes, wenn denn noch Gold in der Lagerstätte vorhanden ist. Drum prüfe wer sich lange bindet.

Noch höhere Renditen und Risiken bietet die Goldanlage in Form von Derivaten, welche den Goldpreis oder den Aktienkurs der jeweiligen Minengesellschaft als Basis haben. Derivate sind aber wie Zertifikate von der Wirtschaftskraft des Emittenten abhängig. Daher sind diese eher in den Bereich ‚Zocken mit überschüssigem Geld’ einzuordnen.

Gold als Inflationsindikator.

In wirtschaftlich ruhigen Zeiten wird Papiergeld in einen Sachwert, beispielsweise Gold oder Silber, getauscht mit der Erwartung, daß an einem Zeitpunkt in der Zukunft eine größere Menge Papiergeld, also ein reines Zahlungsversprechen für die gleiche Menge Edelmetall zu erhalten sein wird. In Zeiten galoppierender Inflation oder Hyperinflation wird dagegen das Papiergeld endgültig in Sachwerte getauscht, um angesammeltes Vermögen über eine Währungsreform hinaus dauerhaft zu erhalten.

Diejenigen Investoren, für welche Gold der Maßstab zur Absicherung ihres Vermögens ist, werden als Goldbugs bezeichnet. Sie lehnen den Währungsstandard ab, der ausschließlich aus Papiergeld besteht ( der Papierpreis war leider noch nie sehr hoch, besteht ja auch nur aus nachwachsender Zellulose ), und betrachten Gold als Geld.

Der spätere US-Notenbankchef Alan Greenspan schrieb in seinem 1966 veröffentlichten Artikel „Gold und die wirtschaftliche Freiheit“ über die Rolle des Goldes. „Ohne Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, Ersparnisse vor der Enteignung durch Inflation zu schützen. Es gibt dann kein sicheres Wertaufbewahrungsmittel mehr. Wenn es das gäbe, müsste die Regierung seinen Besitz für illegal erklären, wie es ja im Falle von Gold auch gemacht wurde. Wenn z. B. Jedermann sich entscheiden würde, all seine Bankguthaben in Silber, Kupfer oder ein anderes Gut zu tauschen und sich danach weigern würde, Schecks als Zahlung für Güter zu akzeptieren, würden Bankguthaben ihre Kaufkraft verlieren und Regierungsschulden würden kein Anspruch auf Güter mehr darstellen. Die Finanzpolitik des Wohlfahrtsstaates macht es erforderlich, daß es für Vermögensbesitzer keine Möglichkeit gibt, sich zu schützen. Das ist das schäbige Geheimnis, das hinter der Verteufelung des Goldes durch die Vertreter des Wohlfahrtsstaates steht. Staatsverschuldung ist einfach ein Mechanismus für die „versteckte" Enteignung von Vermögen. Gold verhindert diesen heimtückischen Prozess. Es beschützt Eigentumsrechte. Wenn man das einmal verstanden hat, ist es nicht mehr schwer zu verstehen, warum die Befürworter des Wohlfahrtsstaates gegen den Goldstandard sind.

Die Kaufkraft von Gold schwankt. Als Rohstoff schwankt der Wert im Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Der langfristigen Goldpreisentwicklung durch Förderkosten stehen kurzfristige Goldpreisentwicklungen durch An- und Verkauf von Goldreserven gegenüber. Allerdings unterliegt der Goldpreis keinen Folgen einer Währungsreform. Anders als beispielsweise Anleihen sind Goldbarren und Goldmünzen an kein Zahlungsversprechen / kein Zahlungsversprecher von Regierungen gebunden. Während dem Edelmetall Gold keine Schulden gegenüberstehen, hängt die Rückzahlung einer Anleihe von der Kreditwürdigkeit des Herausgebers ab. Dem Besitzer physischen Goldes droht keine Enteignung durch Insolvenz eines Schuldners. Eine Investition in Gold unterscheidet sich von auf Papier gedruckten Anlageversprechen.

Seit 2001 steigt der Goldpreis kontinuierlich. Dieser Anstieg hat einen eindeutigen Zusammenhang mit dem Wachstum der US-Staatsverschuldung und der Schwächung des Dollars gegenüber den Weltwährungen. Eine steigende Nachfrage ließ den Preis 2005 zum ersten Mal seit 1987 über die 500-Dollar-Grenze ansteigen. Im März 2008 stieg der Goldpreis an der New York Mercantile Exchange im Handelsverlauf erstmals über die 1000-Dollar-Marke.

Die physische Nachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen war seit Ausbruch der Finanzkrise hoch. Auch bei den Exchange-traded funds (ETFs), den börsennotierten Fonds, gab es starke Zuflüsse. Die Bestände des weltweit größten mit Gold hinterlegten ETF, des SPDR Gold Trust, erreichten am 29. Juni 2010 mit 1320,44 Tonnen ein bisheriges Allzeithoch. Damit hatte der Fonds, dessen Einlagen von der Bank of New York Mellon verwaltet werden und deren Bestände sich in einem Tresor von HSBC in London befinden, die Volksrepublik China als sechstgrößten Goldbesitzer überholt. Gleichzeitig erhöhten einige Zentralbanken den Goldanteil an ihren Devisenreserven. Dazu gehörten unter anderem die Chinesische Volksbank, die Reserve Bank of India und die Zentralbank von Russland.

2011 führte der US-Bundesstaat Utah neben dem US-Dollar auch Gold- und Silbermünzen als offizielles Zahlungsmittel ein. In weiteren 12 US-Bundesstaaten wurden ähnliche Gesetzesinitiativen zur Prüfung vorgelegt.

Am 19. April 2011 überwand der Goldpreis in New York im Handelsverlauf erstmals die Grenze von 1500 US-Dollar pro Feinunze. Zum Anstieg trugen hauptsächlich die Staatsschuldenkrise im Euroraum, Zweifel an der US-Bonität und die Proteste in der arabischen Welt bei. Ende 2010 lag die Verschuldung von Staaten, Unternehmen und Privathaushalten laut Kreditreport des Weltwirtschaftsforums bei 116 Billionen US-Dollar und damit um 104 Prozent höher als 10 Jahre zuvor. Der Schuldenstand im Verhältnis zum globalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrug 184 Prozent. Eine durchschnittliche Verzinsung von 5 Prozent ergab eine jährliche Zinslast von 5,8 Billionen US-Dollar.

Am 23. August 2011 stieg der Goldpreis in New York auf ein Allzeithoch von 1912,35 US-Dollar pro Feinunze. In der europäischen Gemeinschaftswährung wurde mit 1331,60 Euro pro Feinunze ein Rekordpreis erzielt.Der Goldwert in Schweizer Franken erreichte mit 1510,75 Schweizer Franken pro Feinunze einen historischen Höchststand. Alle drei Währungen fielen damit gegenüber Gold auf ein historisches Tief. Investoren waren in Sorge um die weltweiten desolaten Staatsfinanzen, um die Nachhaltigkeit der konjunkturellen Erholung und vor allem vor steigender Inflation. Die von den Regierungen und Zentralbanken ergriffenen Maßnahmen hatten zu einer wachsenden Staatsverschuldung und einer Niedrigzinspolitik geführt. Die weltweite Staatsverschuldung stieg zwischen 2001 und 2011 um 140 Prozent auf 43 Billionen US-Dollar. Anleger befürchteten wegen der Ausweitung der Geldmenge durch die Notenbanken eine Geldentwertung. Eine starke Nachfrage nach Schmuck, vor allem aus der Volksrepublik China, Indien, Arabien & Asien sowie Käufe institutioneller Investoren sorgten für einen Rekordstand beim Goldpreis.

Goldverbote in Deutschland & den USA.

Reichspräsident Friedrich Ebert verbot 1923 den Privatbesitz von Gold, Silber und Platin. Ab dem Mai 1923 konnte die Deutsche Reichsbank Edelmetalle (Gold, Silber, Platin, Platinmetalle) und ausländische Währungen aus Privatbesitz für das Deutsche Reich proklamieren. Durch die Verordnung über Termingeschäfte wurden Termingeschäfte in Zahlungsmitteln oder Forderungen in ausländischer Währung, in Edelmetallen sowie in inländischen und ausländischen Effekten gegen Reichsmark oder Wertpapiere, die auf Reichsmark lauteten, verboten. Geschäfte, die gegen dieses Verbot verstießen, waren nichtig.

Mit der Verordnung über die Ablieferung ausländischer Vermögensgegenstände des Reichspräsidenten Friedrich Ebert von 1923 wurde eine bereits bestehende gesetzliche Zwangsanleihe zur Verhinderung der Hortung von Edelmetallen und Devisen durch eine Herausgabepflicht von Gold, Silber und Devisen ergänzt. Die Ablieferungspflicht bestand nicht, sofern der abzuliefernde Betrag 10 Goldmark nicht überstieg. Bei einem Verstoß gegen die Bestimmungen drohten Freiheits-, Geld- und Ordnungsstrafen.

Viele Privatpersonen deklarierten ihre Sorten- und Edelmetallbestände nicht oder lieferten sie auch nicht ab. Für Vermögensbesitzer gab es Mittel und Wege, um Kapital zu verstecken oder im Ausland unterzubringen.

Gegen Ende des Jahres 1924 wurden die meisten Devisennotverordnungen der Inflationszeit aufgehoben und eine ganz neue Devisenverordnung geschaffen. Damit war nach 8 Jahren Unterbrechung wieder der Privatbesitz von Gold und Silber erlaubt.

Weitere Beschlagnahme von Gold in Deutschland.

Im Deutschen Reich erfolgte ab 1939, wenige Tage nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, durch drei Anordnungen der Reichsstelle für Edelmetalle eine vollständige Beschlagnahme von Edelmetallen, die sich im Besitz gewerblicher Unternehmen befanden. Privatbesitz wurde nicht berührt. Die Reichsstelle für Edelmetalle war 1935, damals noch als Überwachungsstelle für Edelmetalle, errichtet worden und unterstand dem Reichswirtschaftsministerium.

Durch drei aufeinanderfolgende Anordnungen war eine Meldepflicht, Verfügungsverbot & Beschlagnahme für Platin und Platinbeimetalle (Palladium, Ruthenium, Rhodium, Iridium und Osmium) sowie für Silber ergangen. Dieses betraf sowohl Fein-Edelmetalle, Halbfabrikate und Scheidematerialien als auch Fertigerzeugnisse bis hin zum Schmuckstück.

Fertigwaren aus Gold, soweit sie sich im Eigentum von Einzelhändlern befanden, durften ohne Genehmigung der Reichsstelle für Edelmetalle weder verkauft noch sonst irgendwie verwertet werden. Sie mussten ab dem 14. September 1939 innerhalb von zehn Tagen der Reichsbank angeboten und auf Verlangen verkauft und übertragen werden. Fertigwaren ganz oder teilweise aus Gold mit einem Verkaufswert von über 300 Reichsmark für den einzelnen Gegenstand durften an den Verbraucher nur gegen Vorlage eines gültigen Personalausweises abgegeben werden. Grundsätzlich zielten die drei Anordnungen auf eine vollständige Kontrolle des Staates über sämtliche geschäftlichen und innerbetrieblichen Transaktionen ab.

Aber auch in den USA gab es ein Goldverbot.

US-Präsident Franklin D. Roosevelt verbot 1933 den privaten Goldbesitz

Am 6. März 1933 verbot er den amerikanischen Banken während der angeordneten Bankfeiertage die Auszahlung von Gold und auch den Handel mit Devisen. Drei Tage später wurde dem Präsidenten mit dem „Emergency Banking Act“ erlaubt, Einfluss auf den Gold- und Devisenhandel auszuüben. Mit diesen Vollmachten wollte die Regierung den Abzug von Gold aus den USA unterbinden. In den ersten Monaten des Jahres 1933 hatten viele Bankkunden ihre Goldreserven aus den Schließfächern geholt und horteten sie privat oder schafften diese nach Europa, bevorzugt nach London oder die Schweiz.

1933 unterzeichnete der Präsident eine Executive Order, wonach der private Goldbesitz ab dem 1. Mai 1933 in den USA verboten wurde. Das gesamte private Gold wie Münzen, Barren und Zertifikate musste per Gesetz bei staatlichen Annahmestellen zum Festpreis von 20,67 US-Dollar pro Feinunze abgegeben werden. Ausnahmen bildete Gold, welches für industrielle Zwecke, Kunst oder Handwerk benötigt wurde, sowie Goldmünzen und Goldzertifikate, welche einen Wert von 100 US-Dollar nicht überschritten.

Diejenigen Goldbesitzer, welche ihr Edelmetall freiwillig abgaben, erhielten eine Abfindung. Entdeckte dagegen der Staat Gold bei einer angeordneten Durchsuchung, enteignete er dieses entschädigungslos. Ein bevorzugtes Ziel von Durchsuchungen waren Tresore und Schließfächer in Banken. Diese wurden versiegelt und durften nur im Beisein eines Beamten der Steuerverwaltung geöffnet werden.

Bei einem Verstoß gegen diese Verordnung konnte eine Geldstrafe von bis 10.000 US-Dollar  oder eine Gefängnisstrafe von bis zu 10 Jahren verhängt werden. Durch die Festlegung der Freigrenze von 100 Dollar, welches etwa 5 Feinunzen Feingold entsprach, war der größte Teil der Bevölkerung vom Verbot nicht betroffen. Daher gab es auch kaum Widerstand gegen die räuberische Konfiszierung. Das Goldverbot hatte für 41 Jahre Bestand, bis es im Jahre 1974 im Zusammenhang mit dem Ende des Bretton-Woods-Systems aufgehoben wurde.

In Folge des ‚Gold Reserve Act ‚von 1934 wurde der Staatliche Börsenstabilisierungsfonds gegründet und der Goldpreis auf 35,00 US-Dollar angehoben. Mit dem Einverständnis des Präsidenten kann der Fonds in den Bereichen Gold, Devisen und anderen Kredit- und Wertpapierinstrumenten aktiv werden.

Man sieht also dass auch der Besitz von Edelmetallen wie Gold, Silber & Platin durchaus Begehrlichkeiten nicht nur von eindeutig kriminellen Institutionen wie der Mafia, Trickbetrügern & anderen Halbweltgestalten hervorruft, sondern sich auch unsere Schutzgemeinschaften wie Staaten & Regierungen für angehäufte Wertreserven interessieren.



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